Bildergalerie durch die Gassen von Konstanz 3 *

Wandmalerei aus dem 14.Jahrhundert hinter dem großen Hoftor im Haus zur Kunkel

Mittelalterliche Gassen mit historischen Häusern, Namen wie Niederburg, Katzgasse, Konradigasse, Hohenhausgasse und viele andere mehr, so fühlt es sich für den Besucher an, wenn er durch die Altstadt in Konstanz bummelt. Weinstuben und Lokale mit den Bezeichnungen Barbarossa, Inselhotel oder Hintertürle, Weinteufel, Haus zur Katz, um nur einige zu nennen, finden sich auf dem Rundgang ebenso, wie teilweise gut erhaltene Bemalte Häuserfronten, Ritzbilder oder Figuren über den Hauseingängen. Schmale Eingänge und kleine Hinterhöfe, einige Reste der ehemaligen Stadtmauer lassen einen immer wieder erstaunen wie eine so wundervolle Altstadt den Zeitgeist von damals aus allen Steinen und Ritzen widerspiegelt.

Die Stadt hatte viel Glück durch die nahegelegenen Schweiz wurde sie während des zweiten Weltkrieges nicht bombardiert und so blieb die gesamte Altstadt erhalten. Alte eingesessene Bürger die seit Generationen in der Altstadt wohnen erzählen, dass bis in die 1980 Jahre in den Häusern weder ein Bad noch irgendwelche Annehmlichkeiten der heutigen so kaum mehr wegzudenkenden Toilettenbereiche waren. Oft befanden sich nur eine einzige Toilette im ganzen Haus für alle Bewohner. Wenn es in sogenannten vornehmen Häusern war, dann gab es in der Mitte des Hauses auf einer Etage das stille Örtchen mit quietschender Türe und einem Riegel und einer winzigen Lucke in den Hinterhof.

Manchmal sogar waren diese wichtigen Einrichtungen nur in den Hinterhöfen zu finden. Oft zwischen Gerümpel und Holzbergen versteckt. Man kann sich das heute kaum noch vorstellen. Ähnlich wie das berühmte „Darmol Männchen aus der Werbung mit Bett Mütze und Rolle oder gar Zeitungen unter dem Arm geklemmt der auf dem Weg zum Toilettengang über den Bildschirm flimmerte.

Überall in den Räumen fanden sich Stuckdecken, oder Einlegearbeiten auf den Fußböden. Die Bewohner mussten diese Holzböden meist abdecken um die alten Handwerklichen Arbeiten nicht zu gefährden und zu erhalten.

Besonders interessant sind die alten engen Feuergassen, die sich zwischen den einzelnen Häusern befinden. Zwischenzeitlich kann man sie nur noch bei Stadtführungen sehen. Ansonsten sind sie verschlossen. Soviel erstmal über die Altstadtgassen. Wir sehen uns demnächst wieder und sind gespannt was uns noch so alles bei unserem Rundgang durch die Stadt oder auch durch die Gassen und Gässchen, Plätze und am See begegnet.

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